Über den Fuß...

Der Fuß und seine verbreitetsten Probleme.

Fast jeder wird mit gesunden Füßen geboren. Statistiken zeigen jedoch, dass mehr als die Hälfte aller Erwachsenen unter Fußproblemen leiden!

Die Hauptgründe:

  • falsches Schuhwerk
  • Übergewicht
  • Unfälle
  • schwere Berufsarbeit

Da mehr Frauen als Männer betroffen sind, kann man vermuten, dass wohl falsches Schuhwerk die wichtigste Ursache für die Deformationen ist. Noch immer entscheiden viele Konsumentinnen beim Schuhkauf nach rein optischen und preislichen Kriterien und weniger nach Passform und Bequemlichkeit. Die Folgen sind oft Schmerzen und Missbildungen. Einige der wichtigsten Deformationen möchten wir unten kurz erklären.

Grundsätzlich jedoch gilt: Einen Großteil aller Fußprobleme kann man mit der Wahl der richtigen Schuhe vermeiden. Ein gesunder Fuß nimmt es Ihnen nicht übel, wenn Sie zu einer Abendveranstaltung Pumps mit hohen Absätzen tragen. Ihre Alltagsschuhe sollten jedoch in Länge und Weite passen, ein leichtes Fußbett zur Unterstützung des Quergewölbes Ihres Fußes haben und von guter Qualität sein, damit sie ihre Eigenschaften auch nach längerer Tragezeit behalten.

Merke: Ein billiger Schuh ist fast immer ein teurer Schuh. Denn abgesehen davon, dass Sie sich wahrscheinlich darin nicht unbedingt wohlfühlen, halten billige Schuhe im Allgemeinen nicht so lange wie ein Qualitätsschuh. Sie müssen also mehr Paare im gleichen Zeitraum kaufen.

Sollte es bei Ihnen schon zu Deformationen gekommen sein, gilt erst recht:

Die richtigen und Ihren Fußproblemen entsprechenden Schuhe sind ausschlaggebend für die weitere Entwicklung Ihres Fußes und haben großen Einfluss auf Ihre zukünftige Lebensqualität!

Plattfuß

Woran erkennen Sie ihn?

  • Längsgewölbe sowohl im belasteten wie im unbelasteten Zustand völlig flach
  • Gelenke im fortgeschrittenen Stadium unbeweglich
  • schwerer, wackeliger Schritt
  • Schmerzen nicht nur im Fuß, sondern im ganzen Körper
  • schnelle Ermüdung
  • bei den Schuhen sind die Absätze an der Front abgelaufen oder sogar nach hinten weggedrückt

Was kann man tun:

  • Gut stützende Einlagen und geeignete Schuhe tragen
  • Fußgymnastik zur Förderung der Flexibilität machen
  • barfuß auf weichen Sandböden laufen

Hallux valgus

Der Hallux valgus beschreibt die Schiefstellung der Großzehe im Grundgelenk nach außen hin. Die Sehnen zu den Zehen verlaufen nicht mehr zentral über das Gelenk, sondern weiter innen und ziehen die Zehen in eine schiefe Position. Am dadurch hervortretenden Großzehenballen bilden sich häufig schmerzhafte Entzündungen, auch verursacht durch den Druck des Schuhschafts.

Zwei Hauptursachen werden für den Hallux valgus gesehen:

  • Spreizfuß: Durch das Einsinken des vorderen Quergewölbes beim Spreizfuß kommt es zu einer Verbreiterung des Ballenbereichs, einer anderen Winkelstellung und somit auch zu einer schiefen Stellung vornehmlich der ersten Zehe.
  • falsches Schuhwerk: Durch interkulturelle Vergleiche belegt, ist die Hauptursache des Hallux valgus eindeutig im jahrelangen Tragen von falscher Fußbekleidung zu sehen. Der natürliche und gesunde Normalfuß weist eine leichte Spreizung der Zehen zueinander auf. Eine Tatsache, die heute nur noch in wenigen Kulturen verbreitet ist. Die überwiegend bei uns getragenen Schuhe weisen eine Brandsohlengrundform auf, die nicht dem Umriss der natürlichen Fußsohle entspricht: zu spitz, zu kurz, zu hohe Fersenstellung. Dadurch werden die Zehen aus ihrer angestammten Lage gedrängt, was auf Dauer zu einer bleibenden Verformung führt.

Was kann man tun?

  • Flache Schuhe mit genügend Freiraum für die Zehen tragen
  • Optimal sind Schuhe mit einem Vorderblatt aus Stretch. Wir haben mehrere Modelle in unserer Varomed®-Kollektion
  • so oft wie möglich auf weichen Böden barfuß laufen
  • orthopädische Spreizfußeinlagen tragen
  • im Fall von großen Schmerzen ist eine Operation fast unumgänglich

Hammerzehe (Digitus malleus)

Woran erkennt man sie?

  • Meist ist die zweite, seltener die dritte, vierte oder fünfte Zehe stark zurückgebogen
  • Das Mittelgelenk ist stark gebeugt, oft hat man Hühneraugen auf der Zehenoberseite
  • Die Zehenkuppe berührt beim Stehen den Boden

Sie entsteht durch:

  • zu kurze Schuhe
  • zu hohe Absätze
  • als Folge eines Spreizfußes

Was kann man zur Linderung tun?

  • Gymnastik und Massagen
  • Tragen von Schuhen aus weichen und anschmiegsamen Obermaterialien, wie z.B. aus unserer Varomed®-Kollektion
  • Druckentlastung durch das Anbringen von Schaumgummiringen
  • Bei hartnäckigen Fällen ist eine operative Korrektur notwendig

Fersensporn (Kalkaneussporn)

Der Fersensporn ist eine Verknöcherung des Sehnenansatzes am Fersenbein. Man unterscheidet zwischen dem "unteren" an der Auftrittsfläche oder dem selteneren "hinteren Fersensporn" an der Rückseite des Fußes. Er entsteht durch Überlastung des Sehnenansatzes und äußert sich als spitze Knochenwucherung.

Oft bestehen diese Fersensporne über sehr lange Zeit, ohne wesentliche Beschwerden zu verursachen. Wenn es dann zu einem Reizzustand kommt, sich die Region entzündet, ist ein normaler Abrollvorgang beim Gehen ohne Behandlung meist nicht mehr möglich. Nicht das Vorhandensein eines Fersensporns verursacht die Beschwerden, sondern die entzündeten Sehnenansätze.

Was kann man tun?

  • Fersensporneinlage vom Orthopädieschuhtechniker anfertigen lassen
  • alternativ: Schuhe mit guter Stoßdämpfung im Fersenbereich tragen
  • Physiotherapie (Muskeldehnung)
  • nur in Ausnahmefällen: Operation